Chlamydien

 

 

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Winterthur informiert über sexuell übertragbare Infektionen
Chlamydien:  Die am meisten verbreitete Geschlechtskrankheit 
 

«Chlamydien. Sexuell übertragbar.»  Mit dieser Aussage  macht die Winterthurer Fachstelle «liebesexundsoweiter» derzeit auf die steigenden Zahlen von sexuell übertragbaren Chlamydiose-Infektionen aufmerksam. Informationen sind wichtig, denn noch nie gab es so viele Chlamydienfälle wie im letzten  Jahr.  Es sind doppelt so viele wie vor zehn Jahren.

Die Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit sprechen eine klare Sprache. 2016 haben sich schweizweit 11'068  Personen mit Chlamydiose angesteckt. Chlamydien-Infektionen sind die am häufigsten diagnostizierten sexuell übertragbaren Infektionen. Sie werden durch das Bakterium  Chlamydia trachomatis verursacht. Die Infektion kann durch ungeschützten oralen, vaginalen und analen Geschlechtsverkehr oder bei der Geburt von der Mutter auf das Neugeborene übertragen werden. Chlamydiose betrifft sehr oft Frauen: In den letzten Jahren betrafen rund  zwei Drittel  aller Meldungen Frauen. Fast die Hälfte davon gehörte zur Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen. Häufig bleibt die Infektion ohne Symptome, trotzdem können die Bakterien weitergegeben werden. Mögliche Krankheitszeichen sind unter anderem Entzündungen der Harnwege oder am Muttermund. Im schlimmsten Fall kann eine Chlamydien-Infektion zu Unfruchtbarkeit führen.

Als erste Schweizer Stadt hat Winterthur   die Bevölkerung auf Chlamydien sensibilisiert. Die Plakatkampagnen «Chlamydien sind keine Blumen» haben eine gewisse Sensibilisierung gebracht. In der zweiten Mai-Hälfte 2017 wird auf über 50 Plakatstellen an Einfallstrassen und Bushaltestellen auf diese sexuell übertragbare Krankheit hingewiesen. Die Botschaft dabei ist klar: «Chlamydien. Sexuell übertragbar.»  Obwohl sehr verbreitet, ist die Chlamydien-Infektion eine wenig bekannte und oft auch unbemerkte Geschlechtskrankheit. Die Plakate sollen anregen, in sexuellen Beziehungen darüber zu sprechen. Mit einer rechtzeitiger Antibiotika-Behandlung ist eine Heilung möglich. Wichtig ist, dass sich beide Partner gleichzeitig behandeln lassen.